Killer

Hitman ist eine Computerspiel-Serie und handelt von einem im Genlabor erschaffenen Auftragskiller, dessen Fähigkeiten darauf ausgerichtet sind, emotionslos und zielgerichtet zu töten. Er wird lediglich mit dem Codenamen 47 bezeichnet, in einzelnen Missionen trägt er Decknamen wie Tobias Rieper oder Herr Metzger. In den Spielen kann man von der standardmäßigen Third-Person-Perspektive zur Egoperspektive wechseln, so dass Hitman auch als First-Person-Shooter bezeichnet wird. Entwickelt wurde die Reihe vom dänischen Entwicklerteam IO Interactive, das seit 2004 zum Spielekonzern Eidos Interactive gehört.

Mit dem ersten Teil der Hitman-Serie erschien im Jahr 2000 ein neuer Typus eines Computerspiel-Protagonisten: Der Spieler schlüpft in die Rolle eines glatzköpfigen Auftragskillers, der buchstäblich nur dazu geboren wurde, für Geld zu töten.

Fans der Spielreihe betonen die Stealth-Komponente: Die beste Wertung für eine Mission wird vergeben, wenn so wenig wie möglich (am besten gar keine) Schüsse aus einer Waffe abgefeuert werden und der Hitman bis zum Ende des Einsatzes getarnt bleibt. Sie sehen den Reiz der Spielserie vor allem in der großen Handlungsfreiheit, mit der man auf diese Weise die Einsatzziele erreichen kann, das heißt es wird bei den meisten Missionen eine Vielzahl von Lösungswegen angeboten, bei der das Ziel lautlos neutralisiert werden kann, im Idealfall ohne dass andere Spiel-Charaktere (Unschuldige oder selbst Leibwächter der Zielperson) zu Schaden kommen.

Kritiker heben neben der fragwürdigen Thematik des Auftragmordens die Shooter-Komponente hervor: Wie bei klassischen Ego-Shootern (Half-Life, Quake) ist die Simulation von Massenmord durch wildes Umsichschießen möglich – in den meisten Missionen wird auf diesem Weg schneller das Einsatzziel und damit der Übergang zur nächsten Mission erreicht, auch wenn das Spiel dies durch sehr schlechte Bewertung des Spielers ahndet. Jedoch macht vor allem die nüchterne und detaillierte Darstellung mitunter qualvoller Mordszenarien (zum Beispiel Foltertod durch Stromschläge oder Hitzetod in einer verschlossenen Sauna) Hitman zu einer umstrittenen Computerspielreihe, die erst ab Erreichen der Volljährigkeit legal erworben werden darf. Der erste Teil der Hitman-Reihe wurde in Deutschland indiziert und durfte nicht mehr öffentlich beworben, minderjährigen vorgeführt oder verkauft werden, die Teile 2, 3 und 4 erhielten keine Jugendfreigabe. Am 28. September 2012 gab Square Enix bekannt, dass die BPjM auf Anfrage des Publishers Hitman: Codename 47 von der Liste jugendgefährdender Medien gestrichen hat und die Indizierung damit aufgehoben wurde.

Im November 2004 war das Spiel Hitman: Contracts Gegenstand eines Berichts des ZDF-Nachrichtenmagazins Frontal 21 über Gewalt in Computerspielen und deren Auswirkungen auf Jugendliche. Dabei wurde das Spiel anhand der Intro-Mission „Nachspiel im Sanatorium“ aus der beschriebenen Sicht der Kritiker dargestellt.

Neben einer Klaviersaite als Würgeschlinge (Garrotte), teilweise schallgedämpften Pistolen (Beretta, Colt M1911, AMT Hardballer) und Präzisionsgewehren können in Hitman viele Waffen eingesetzt werden, die für einen Auftragsmörder eher untypisch sind: Maschinen- und Sturmgewehre wie AK-47, M4 und M60, Maschinenpistolen wie Micro-Uzi und MP5 sowie Pumpguns und Messer. Des Weiteren können, meist missionsgebunden, Nutzgegenstände wie Golfschläger, Axt, Fleischerhaken oder Kopfkissen als Mordinstrument verwendet werden. In Hitman Absolution werden verstärkt Hände, Beine und Füße als Waffe eingesetzt.

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